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KI der Universität Málaga vernetzt Autos und Ampeln

26. Juni 2026VonJavier Ruiz
smart city traffic lights connected cars
Source: Marco Lastella / Unsplash

Málagas Ruf als führende Technologie-Metropole Südeuropas erreicht immer neue Höhen. Neben der Ansiedlung von multinationalen Tech-Giganten leistet die Stadt aktiv Pionierarbeit für die Zukunft der städtischen Mobilität. An der Spitze dieser Bewegung stehen Forscher der Universität Málaga (UMA), die Systeme der künstlichen Intelligenz entwickeln, mit denen vernetzte und autonome Fahrzeuge direkt mit der städtischen Infrastruktur „sprechen“ können.

Dieses innovative Projekt konzentriert sich auf die Vehicle-to-Everything-Kommunikation (V2X) und zielt speziell auf die Interaktion zwischen Autos und Ampeln ab, um Verkehrsunfälle in der Stadt drastisch zu reduzieren und Staus zu verringern.

Die Lücke zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur schließen

Während sich Städte zu intelligenteren Ökosystemen entwickeln, besteht die Herausforderung nicht mehr nur darin, Autos autonom zu machen, sondern sicherzustellen, dass sie sich in komplexen städtischen Umgebungen sicher bewegen können. Das Forschungsteam der UMA geht dieses Problem an, indem es KI-gestützte Protokolle entwickelt, die einen Datenaustausch in Echtzeit ermöglichen.

Anstatt sich ausschließlich auf Onboard-Sensoren und Kameras zu verlassen – die tote Winkel aufweisen oder bei schlechtem Wetter ausfallen können –, erhalten vernetzte Fahrzeuge vorausschauende Daten direkt von den Verkehrsmanagement-Systemen der Stadt.

Laut einem aktuellen Bericht von Onda Cero Málaga zielt diese Technologie darauf ab, die Verkehrssicherheit drastisch zu verbessern. Durch die Vorhersage von Ampelphasen und die Analyse von Fußgängerbewegungen in Echtzeit kann die KI Fahrer warnen – oder autonome Fahrsysteme überstimmen –, um Kollisionen zu verhindern, bevor sie überhaupt entstehen können.

Wie das KI-Kommunikationssystem funktioniert

Das System basiert auf einer Kombination aus Edge-Computing, 5G-Konnektivität und Deep-Learning-Algorithmen:

  • Vorausschauende Ampelphasen: Die KI analysiert historische Daten und Echtzeitdaten, um genau vorherzusagen, wann eine Ampel umschaltet. So können Fahrzeuge ihre Geschwindigkeit präventiv anpassen, um plötzliches Bremsen zu vermeiden.
  • V2V- und V2I-Integration: Fahrzeuge teilen Geschwindigkeit, Richtung und Bremsstatus untereinander (Vehicle-to-Vehicle) und mit den lokalen Ampeln (Vehicle-to-Infrastructure).
  • Fußgängerschutz: Durch die Kommunikation mit intelligenten Fußgängerüberwegen kann das System herannahende vernetzte Fahrzeuge warnen, wenn ein Fußgänger die Straße überquert, selbst wenn dieser hinter einem parkenden Lieferwagen verdeckt ist.

Dieses mehrschichtige Netzwerk stellt sicher, dass Entscheidungen in Millisekunden getroffen werden, was für die Vermeidung von Kollisionen bei hoher Geschwindigkeit oder an Kreuzungen von entscheidender Bedeutung ist.

Ein Schub für Málagas Tech-Ökosystem

Dieses Projekt festigt Málagas Status als Reallabor für Smart-City-Technologien. Da der Málaga TechPark (PTA) bedeutende Forschungszentren und globale F&E-Büros beherbergt, fließt die lokale akademische Forschung direkt in kommerzielle Anwendungen ein. Es wird erwartet, dass die Arbeit der Universität an kooperativen intelligenten Verkehrssystemen (C-ITS) weitere Automobil- und Softwaretests in die Provinz locken wird, was lokalen Absolventen erstklassige Karrieremöglichkeiten in der Heimat bietet.

Wenn Sie in die Zukunft unserer Straßen blicken, erinnern uns Projekte wie dieses daran, dass Technologie dann am besten ist, wenn sie unbemerkt im Hintergrund arbeitet, um uns zu schützen. Wenn Sie durch die historischen Straßen von Málaga spazieren, ist es faszinierend zu wissen, dass genau die Ampeln, an denen Sie vorbeigehen, bald schon stille, lebensrettende Gespräche mit den vorbeifahrenden Autos führen könnten, um unsere gemeinsamen Räume für alle sicherer zu machen.

Javier Ruiz

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